Die Wahl eines CBD-Öls beruht auf drei messbaren Grössen: der Konzentration, die in Prozent angegeben wird und sich in Milligramm pro Tropfen umrechnen lässt, dem Pflanzenöl, das den Extrakt trägt, und dem Spektrum an Cannabinoiden, das dieser Extrakt bewahrt hat. Diese Seite behandelt die ersten beiden ausführlich und zeigt, welches Konzentrat in jedem unserer Öle steckt; dem Spektrum ist ein eigener Artikel gewidmet.
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Was ein CBD-Öl enthält
Ein CBD-Öl verbindet zwei Bestandteile. Einen Hanfextrakt, der das Cannabidiol und die übrigen Moleküle der Pflanze liefert. Ein Pflanzenöl, das diesen Extrakt verdünnt und den grössten Teil des Flascheninhalts ausmacht.
Dieses Pflanzenöl ist kein blosses Verdünnungsmittel. In der Fachsprache der Formulierung heisst es Ballastöl, weil es den Extrakt auf seinen endgültigen Gehalt bringt. Es bestimmt das Aussehen des Produkts, seine Viskosität und die Art, wie es sich nach dem Öffnen der Flasche verändert.
Auf der Seite des Extrakts gibt es in unserem Labor in Gland zwei Herstellungswege. Der Rohextrakt bewahrt sämtliche aus der Pflanze gewonnenen Verbindungen, was ihm eine dunkle Farbe, eine hohe Viskosität und ein ausgeprägtes organoleptisches Profil verleiht. Der Destillatextrakt durchläuft eine weitgehende Reinigung, die einen Teil dieser Verbindungen abtrennt und einen hellen, flüssigen Stoff mit neutralerem Profil zurücklässt.
Keiner der beiden Wege ist dem anderen überlegen. Sie entsprechen unterschiedlichen Erwartungen, und der Rest dieser Seite beschreibt, was sie konkret voneinander trennt.
Was eine Flasche tatsächlich enthält, steht im Analysezertifikat der Charge. Dieses Dokument gibt den Gehalt an Cannabidiol und an THC an und, je nach gewähltem Protokoll, die Einzelheiten zu den Neben-Cannabinoiden sowie die Prüfung auf Pestizide, Schwermetalle und Lösungsmittelrückstände. Zwei Produkte können dieselbe Handelsbezeichnung tragen und sehr unterschiedliche Befunde aufweisen.
Eine Konzentration lesen
Ein Prozentwert auf einer Flasche scheint die einfachste Angabe auf dem Etikett zu sein. In Wirklichkeit ist er die mehrdeutigste: Kein Schweizer oder europäischer Text legt fest, was er auf einem CBD-Öl bedeuten muss, und die Qualitätsstandards der Branche stimmen untereinander nicht überein. Je nach Lesart enthält dieselbe 10-ml-Flasche mit der Angabe 20 % entweder 1880 oder 2000 mg Cannabidiol.
Wir legen unsere Lesart deshalb offen, was nur wenige Etiketten tun: Unsere Prozentangaben beziehen sich auf Masse pro Volumen. Eine 10-ml-Flasche mit der Angabe 20 % enthält 2000 mg.
Bleibt die Umrechnung in Tropfen. Ein Öltropfen hat nicht das Volumen eines Wassertropfens: Er ist kleiner und schwankt je nach Viskosität des Produkts und verwendeter Pipette. Keine veröffentlichte Messung gibt das tatsächliche Tropfenvolumen eines Pflanzenöls an, was bedeutet, dass niemand einen Prozentwert mit nachgewiesener Genauigkeit in Milligramm pro Tropfen umrechnen kann.
Die folgende Tabelle wendet die übliche Konvention von 0,04 ml pro Tropfen an, also 250 Tropfen für eine 10-ml-Flasche. Das ist ein verlässlicher Anhaltspunkt, um Konzentrationen miteinander zu vergleichen, keine Messung auf das Milligramm genau.
| Konzentration | CBD pro Tropfen | Flasche 10 ml 250 Tropfen | Flasche 30 ml 750 Tropfen |
|---|---|---|---|
| 10 % | 4 mg | 1000 mg | 3000 mg |
| 20 % | 8 mg | 2000 mg | 6000 mg |
| 30 % | 12 mg | 3000 mg | 9000 mg |
| 40 % | 16 mg | 4000 mg | 12 000 mg |
| 45 % | 18 mg | 4500 mg | 13 500 mg |


Aus dieser Tabelle ergeben sich zwei Lesarten. Die Menge Cannabidiol pro Tropfen hängt nur von der Konzentration ab: Ein Tropfen eines Öls mit 20 % liefert 8 mg, ob die Flasche nun 10 oder 30 ml fasst. Das Flaschenvolumen bestimmt die Anzahl verfügbarer Tropfen und damit die Anwendungsdauer. Das erklärt auch, weshalb eine hohe Konzentration pro Milligramm gerechnet oft günstiger ist.
Ein Vorbehalt zur Zählung. Unsere Öle haben nicht alle dieselbe Viskosität, und ein dickflüssigerer Stoff fliesst in derselben Pipette nicht im gleichen Rhythmus. Der Wert von 250 Tropfen ist ein Anhaltspunkt, keine Konstante, die für das ganze Sortiment gilt.
Ein letzter Punkt, der für den gesamten Markt gilt. Im Ausland durchgeführte Analysen handelsüblicher Öle zeigen regelmässig Abweichungen zwischen dem auf dem Etikett angegebenen und dem tatsächlich gemessenen Gehalt, in die eine wie in die andere Richtung. Darin liegt der Wert des Analysezertifikats einer Charge: Nur es sagt, was die Flasche in Ihrer Hand enthält, unabhängig davon, was die Verpackung behauptet.
Achtung
Ein Prozentwert allein beschreibt kein Öl. Zwei Flaschen mit der Angabe 20 % können je nach Extraktionsverfahren sehr unterschiedliche Anteile an Neben-Cannabinoiden enthalten. Das Analysezertifikat der Charge ist das einzige Dokument, das diese Zusammensetzung belegt.
Die Rolle des Trägeröls
Das Pflanzenöl macht den Grossteil des Flascheninhalts aus. Seine Wahl zeigt sich unmittelbar am Aussehen des Endprodukts und an seiner Viskosität.
Cannabinoide sind lipophil: Sie lösen sich in Fetten und praktisch nicht in Wasser. Die pharmazeutische Fachliteratur beziffert die Wasserlöslichkeit von Cannabidiol auf 12,6 Milligramm pro Liter, was bedeutet, dass es fast achtzig Liter Wasser bräuchte, um ein einziges Gramm des Stoffs zu lösen. Das Trägeröl ist also kein Verdünnungsmittel, das dem fertigen Produkt beigegeben wird: Es ist das Lösungsmittel, ohne das dieses nicht in flüssiger und homogener Form existieren würde.
Die drei Basen, die wir verwenden, erfüllen diese Funktion, gehören aber nicht zur selben chemischen Familie, und dieser strukturelle Unterschied erklärt den Grossteil ihres Verhaltens.
| Trägeröl | Vorherrschende Fettsäuren | Aussehen | Viskosität | Oxidationsstabilität |
|---|---|---|---|---|
| MCT aus Kokos | Caprylsäure C8 und Caprinsäure C10, gesättigt | Farblos | Flüssig | Hoch |
| Hanfsamenöl | Linolsäure C18:2 und Alpha-Linolensäure C18:3, mehrfach ungesättigt | Kräftig grün | Mittel | Mittel |
| Olivenöl | Ölsäure C18:1, einfach ungesättigt | Gelbgrün | Am dickflüssigsten | Hoch |
MCT aus Kokos besteht aus mittelkettigen Triglyceriden, im Wesentlichen aus Capryl- und Caprinsäure. Es handelt sich um gesättigte Fettsäuren: Ihre Kohlenstoffketten tragen keine einzige Doppelbindung. Es ist das neutralste Trägeröl des Sortiments, farblos, ohne Eigencharakter, der sich über jenen des Extrakts legen würde, und seine Fliessfähigkeit sorgt für einen gleichmässigen Fluss aus der Pipette. Es ist das Trägeröl unserer Sublime-Linie, erhältlich von 10 bis 40 %.
Hanfsamenöl gehört zu einer ganz anderen Familie. Seine vorherrschenden Fettsäuren sind Linolsäure und Alpha-Linolensäure, zwei langkettige, mehrfach ungesättigte Ketten, und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren machen zwischen 70 und 90 % seiner Zusammensetzung aus, bei einem Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3, das normalerweise zwischen 2:1 und 3:1 liegt. Es sorgt für eine einheitliche Rohstoffbasis, da Trägeröl und Extrakt von derselben Pflanze stammen, und bringt eine kräftig grüne Farbe sowie ein ausgeprägt pflanzliches Profil mit, die im Endprodukt wahrnehmbar bleiben.
Ein Punkt verdient hier eine Klarstellung, weil er im Onlinehandel für weit verbreitete Verwirrung sorgt. Hanfsamenöl wird aus den Samen gepresst, nicht aus der Blüte, und enthält von sich aus keine Cannabinoide. Eine als Hanföl verkaufte Flasche ist also kein CBD-Öl, wie auch immer das Etikett formuliert ist. In unseren Rezepturen dient es ausschliesslich als Trägeröl: Das gesamte Cannabidiol stammt aus dem darin gelösten Extrakt.
Olivenöl nimmt eine Mittelstellung ein. Seine vorherrschende Fettsäure, die Ölsäure, ist einfach ungesättigt: eine einzige Doppelbindung pro Kette, gegenüber zwei oder drei bei den Fettsäuren des Hanfs. Es bleibt über die Zeit stabil und verträgt die Zugabe eines Aromas, ohne dass seine Stabilität darunter leidet. Unsere Zitronenvariante beruht auf dieser Basis.
Das Oxidationsverhalten ergibt sich direkt aus diesen Strukturen, und deshalb ist die Rangfolge in der Tabelle vorhersehbar und nicht willkürlich. Jede Doppelbindung entlang einer Fettsäurekette ist eine Stelle, an der Sauerstoff angreifen kann: Je ungesättigter ein Öl ist, desto mehr Angriffspunkte bietet es. Das gesättigte MCT bietet keine. Olivenöl mit einer Doppelbindung pro Kette hält gut stand. Hanfsamenöl mit zwei bis drei Doppelbindungen pro Kette und einem Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren von bis zu 90 % ist das empfindlichste der drei und muss vor Licht und Wärme geschützt werden. Dieser Parameter ändert nichts am Cannabidiolgehalt zum Zeitpunkt der Abfüllung: Er wirkt sich darauf aus, wie sich das Produkt danach verändert.
Diese Funktion als Lösungsmittel hat eine Folge, die sich an unserem Sortiment direkt ablesen lässt: Jedes Trägeröl setzt dem formulierbaren Gehalt eine Obergrenze. MCT aus Kokos löst mehr Cannabidiol als Olivenöl, und aus diesem Grund basiert das 40 % unserer Broad-Spectrum-Linie auf MCT und nicht auf Olive-Zitrone, womit dieser Wert nicht erreichbar ist. Das ist keine kommerzielle Entscheidung, sondern eine physikalische Grenze: Jenseits dessen, was das Lösungsmittel aufnimmt, bleibt der Stoff nicht in Lösung. Dieselbe Logik erklärt, weshalb unser X-Strong 45 %, der höchste Gehalt des Sortiments, ebenfalls auf MCT formuliert ist.



Das Trägeröl hält das Cannabidiol nicht nur in Lösung, es bestimmt auch, was mit den Terpenen geschieht. Eine 2020 in der Fachzeitschrift Molecules veröffentlichte Arbeit hat MCT-Öl und Olivenöl in Arzneibuchqualität als Träger für Cannabisextrakte verglichen. Bei der Erhaltung der Cannabinoide selbst liegen beide Trägeröle über sechzig Tage gleichauf. Der Unterschied zeigt sich bei den Terpenen: Im MCT bleiben sie während der gesamten Lagerdauer stabil, im Olivenöl nehmen sie nach fünfzehn bis dreissig Tagen deutlich ab. Für einen Extrakt, dessen Terpenprofil Teil seiner Identität ist, ist die Wahl des Trägeröls also nicht neutral für das, was nach einigen Wochen tatsächlich noch in der Flasche ist.
Was zwei Öle wirklich unterscheidet
Die drei auf dieser Seite beschriebenen Kriterien haben je nach Zielsetzung nicht dasselbe Gewicht.
Die Konzentration ist das am einfachsten vergleichbare Kriterium, weil es sich in Milligramm umrechnen lässt. Es ist zugleich das am wenigsten aussagekräftige, da es nichts darüber sagt, was das Cannabidiol in der Flasche begleitet.
Das Trägeröl wählt man nach Aussehen und Haltbarkeit. Es beeinflusst den Cannabidiolgehalt zum Zeitpunkt der Abfüllung nicht. Es beeinflusst die Viskosität des Produkts, seine Farbe, seine Oxidationsempfindlichkeit je nach Grad der Ungesättigtheit und den Anteil an Terpenen, der nach einigen Wochen noch vorhanden ist.
Das Spektrum ist das am häufigsten hervorgehobene und am schlechtesten definierte Kriterium. Full Spectrum und Broad Spectrum bezeichnen Verfahrensfamilien, keine genauen Zusammensetzungen, und kein Rechtstext definiert sie. Zwei Extrakte mit derselben Bezeichnung können sehr unterschiedliche Verhältnisse zwischen den Cannabinoiden aufweisen. Wir widmen diesem Thema einen eigenen Artikel.
Ein Weg aus dieser Unschärfe besteht darin, offenzulegen, welches Konzentrat in welche Flasche kommt. Hier ist, was wir verwenden.
| Linie | Trägeröl | Spektrum | Verwendetes Konzentrat | Gehalte |
|---|---|---|---|---|
| Sublime | MCT aus Kokos | Full Spectrum | Destillat | 10, 20, 30, 40 % |
| Hanf | Hanfsamenöl | Full Spectrum | Destillat | 10, 20, 30 % |
| Broad Spectrum | Olive, dann Olive-Zitrone | Broad Spectrum | Destillat | 10, 20, 30 % |
| Broad Spectrum | MCT aus Kokos | Broad Spectrum | Destillat | 40 % |
| X-Strong | MCT aus Kokos | Full Spectrum | Rohextrakt, winterisiert und decarboxyliert, nicht destilliert | 45 % |
Das Gold X-Strong 45 % nimmt in dieser Liste eine Sonderstellung ein. Sein Extrakt ist winterisiert, wodurch Wachse und ein Teil der Lipide entfernt werden, und anschliessend decarboxyliert, wodurch die Cannabinoide von ihrer sauren in ihre neutrale Form übergehen. Destilliert ist er hingegen nicht. Seine dunkle Farbe und sein kräftiges organoleptisches Profil sind keine Herstellungsfehler, sondern die Merkmale eines Extrakts, der diese letzte Trennung nicht durchlaufen hat.


An diesem letzten Punkt entscheidet sich das Wesentliche. Ein Öl wird nicht durch einen einzelnen Prozentwert charakterisiert, sondern durch das Gleichgewicht der Moleküle, die es enthält: den Anteil an Cannabidiol, jenen der Neben-Cannabinoide, was nach der Reinigung von den Terpenen übrig bleibt, und den Anteil, der in saurer Form verblieben ist. Diese Verhältnisse formt das Verfahren bei jedem Schritt, und genau sie lassen sich mit dem Analysezertifikat einer Charge überprüfen. Ein Prozentwert steht auf einem Etikett. Eine Zusammensetzung steht in einem Analysebericht.
Die Themen im Detail
Jeder der auf dieser Seite behandelten Punkte ist Gegenstand eines eigenen Artikels, für alle, die tiefer einsteigen möchten.
Full Spectrum, Broad Spectrum, Isolat. Kein offizieller Text definiert diese drei Begriffe. Der Artikel erklärt, was sie im Sprachgebrauch umfassen, wie ein Isolat durch Kristallisation gewonnen wird und weshalb das Verfahren mehr aussagt als die Angabe auf dem Etikett. Ganzen Artikel lesen →
Wie viel CBD steckt in einem Tropfen? Das Volumen eines Öltropfens hängt von der Viskosität und der Pipette ab, und keine veröffentlichte Messung legt es fest. Der Artikel zeigt, weshalb der Tropfen keine Masseinheit ist und wie Sie Ihre Pipette selbst kalibrieren. Ganzen Artikel lesen →
Gleicher Prozentsatz, andere Extrakte. Der Prozentwert misst nur ein Molekül. Saure und neutrale Formen, Faktor 0,877, Verluste beim Erhitzen, flüchtige Terpene: was das Profil eines Extrakts tatsächlich ausmacht und wie man es auf einem Zertifikat liest. Ganzen Artikel lesen →
Vom Rohextrakt zum fertigen Öl. Winterisierung, Decarboxylierung, Short-Path-Destillation, Anpassung des Spektrums, Verdünnung: was jeder Herstellungsschritt entfernt, umwandelt oder anpasst, vom Rohextrakt bis zur Flasche. Ganzen Artikel lesen →
Eine Konzentration lesen. Prozent, Milligramm, Füllmenge: was jede Zahl auf einem Etikett aussagt, weshalb derselbe Prozentwert zwei Mengen bezeichnen kann und weshalb unser Sortiment bei 45 % endet. Ganzen Artikel lesen →
MCT-Kokos, Hanf oder Olive. Aufbau der Fettsäuren, Viskosität, Oxidationsbeständigkeit, Erhaltung der Terpene: die Rolle des Trägeröls und der Grund für die Obergrenze, die es jeder Konzentration setzt. Ganzen Artikel lesen →
Unser Labor
Unsere Öle werden in unserem Labor in Gland im Kanton Waadt formuliert. Ihre Cannabinoidgehalte werden regelmässig von einem externen Labor kontrolliert. Das Labor entdecken →
Häufige Fragen
Wie viele Milligramm CBD enthält ein Tropfen?
Bei einer 10-ml-Flasche mit rund 250 Tropfen enthält ein Öl mit 20 % ungefähr 8 mg Cannabidiol pro Tropfen, ein Öl mit 45 % etwa 18 mg. Diese Werte werden aus dem Flaschenvolumen berechnet; die tatsächliche Tropfengrösse schwankt mit der Viskosität des Öls und der verwendeten Pipette.
Was ist der Unterschied zwischen einem Rohextrakt und einem Destillatextrakt?
Der Rohextrakt wurde nicht destilliert. Er bewahrt die Wachse, die schweren Öle und die Pigmente aus der Pflanze, was ihm eine dunkle Farbe, eine hohe Viskosität und ein ausgeprägtes organoleptisches Profil verleiht. Der Destillatextrakt durchläuft eine Reinigung, die diese Verbindungen abtrennt und die Cannabinoide konzentriert; das Ergebnis ist ein heller, flüssiger Stoff mit neutralerem Profil.
Entfernt die Destillation die Terpene?
Ja. Die Terpene des Hanfs sind flüchtige Moleküle, deutlich leichter als die Cannabinoide, und die Destillation trennt sie von der gewünschten Fraktion. Ein Destillat gewinnt an Reinheit und organoleptischer Neutralität, verliert dafür aber das Aromaprofil der Ausgangspflanze.
Weshalb ist das Gold X-Strong 45 % dunkler als die anderen Öle?
Weil es auf einem winterisierten und decarboxylierten, aber nicht destillierten Rohextrakt beruht. Die Pigmente und schweren Verbindungen, die bei der Destillation entfernt worden wären, sind darin noch vorhanden, was einen dunkleren und dickflüssigeren Stoff ergibt. Die übrigen Öle des Sortiments werden aus Destillaten formuliert, die deutlich heller sind.
Weshalb gleichen sich zwei Öle mit der Angabe 20 % nicht?
Der Prozentwert beschreibt nur den Cannabidiolgehalt. Die Anteile an Neben-Cannabinoiden, das Vorhandensein saurer Formen und die Art des Trägeröls unterscheiden sich je nach Verfahren und Rohstoff von Produkt zu Produkt. Das Analysezertifikat der Charge ist das Dokument, das diese Unterschiede sichtbar macht.
Welches Trägeröl soll ich wählen?
MCT aus Kokos ist farblos, das flüssigste der drei und ohne Eigencharakter. Das kräftig grüne Hanfsamenöl stammt von derselben Pflanze wie der Extrakt. Olivenöl ist das dickflüssigste und bleibt über die Zeit stabil. Keine dieser Basen ist den anderen überlegen, sie unterscheiden sich durch Aussehen und Stabilität.
Sind CBD-Öle in der Schweiz legal?
Produkte mit einem THC-Gehalt unter 1 % dürfen in der Schweiz in Verkehr gebracht werden, sofern sie die für ihre Kategorie geltenden Vorschriften einhalten. Die Angabe eines Spektrums oder einer Konzentration genügt nicht, um diese Konformität zu belegen; sie hängt von den Analysen und der Kennzeichnung ab.
Wie lange hält sich ein Öl nach dem Öffnen?
Das Datum steht auf der Flasche. Die Haltbarkeit hängt vor allem von den Lagerbedingungen ab: vor Licht geschützt, bei gleichbleibender Raumtemperatur und mit nach jeder Anwendung verschlossener Flasche. Öle auf einer Basis mit hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren, wie Hanfsamenöl, verändern sich schneller als Öle auf MCT aus Kokos.



